DIE MANUELLE THERAPIE UND THERAPIE NACH BRÜGGER

Manuelle Therapie:

Bei der Manuellen Therapie handelt es sich um spezielle Handgrifftechniken, die im Rahmen
des Befundes dazu dienen, eine Bewegungsstörung im Bereich der Extremitätengelenke
oder der Wirbelsäule zu lokalisieren und zu analysieren. Dieser Befund dient als Grundlage
zu den therapeutischen Handgriffen, die ein Physiotherapeut als sogenannte Mobilisation
durchführt.

Passend zur Anatomie des betroffenen Gelenks wählt der Manualtherapeut spezielle
Handgriffe und Bewegungstrechniken aus - je nach Art der Beschwerden.
Die Techniken eignen sich dabei sowohl zur Schmerzlinderung, als auch zur Mobilisation
von Bewegungs- einschränkungen. Voraussetzung ist, dass die Einschränkungen durch
eine reversible Funktionsstörung des Gelenks oder der diesem Gelenk zugehörigen
Muskulatur hervorgerufen werden.

Brügger-Therapie:

Brügger war Neurologe und Psychiater.
Aus seinen medizinischen Studien sind Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie zur Behandlung von Funktionsstörungen des Nerven- und Bewegungssystems hervorgekommen.
Zu dieser Zeit noch unerklärliche Schmerzphänomene des Körpers wurden nach seiner
Methode behandelt. Seiner Meinung nach waren zahlreiche, als „Rheumatische Beschwerden“ bekannte Erkrankungen des menschlichen Bewegungsapparates auf Fehlbelastungen von Wirbelsäule und Gelenken durch eine schlechte Körperhaltungen zurückzuführen.

Die von ihm federführend entwickelte und so nach ihm benannte Brügger-Therapie
baut auf der Diagnostik hinsichtlich körperlicher Beschwerden durch Einteilung der
Muskulatur in „hyperton-tendomyotisch“ und „hypoton-tendomyotisch“ auf. Sie geht
davon aus, dass die Muskulatur aufgrund von Schmerzen und Fehlbelastung des Bewegungs- apparates entsprechend verschaltet werden kann.