DIE OSTEOPATHIE

Hinter dem griechischen Doppelwort für «Knochen» und «Krankheit» verbirgt sich eine ganz- heitliche Heilmethode, die vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika verbreitet ist,
aber auch bei uns immer beliebter wird.

Das Grundprinzip des Osteopathen lautet:
Alles ist mit allem verbunden. Muskeln, Bänder und Skelett bilden mit Organen, Nervensträngen, Blut- und Lymphgefässen sowie dem Bindegewebe eine harmonische Einheit. Ist ein Teilsystem gestört, wirkt sich das auf andere aus.

Der Osteopath untersucht die Gesamtheit der bewusst und unbewusst gesteuerten Bewegungen der Körpergewebe. Sind gewisse Strukturen durch Verspannungen in ihrer Bewegungungsfreiheit eingeschränkt, kann dies zu Funktionsstörungen des Körpers führen.

Die Osteopathie behandelt funktionelle, reversible Störungen des menschlichen Körpers welche durch Verspannungen in den Körpergeweben verursacht worden sind.

In der Osteopathie wird versucht, allein mit den Händen verspannte und blockierte Stellen im Körper zu lockern. Es liegt dabei die Ansicht zugrunde, dass die Strukturen des Körpers, also Knochen, Bänder und Muskeln bedeutend wichtiger und einflussreicher auf die Körperfunk-
tionen sind, als dies in der Schulmedizin angenommen wird.

Visuell und über die Berührung mit den Händen wird die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gelenken geprüft. Die Hand ertastet die Elastizität und Beweglichkeit des Gewebes und auch einzelner Organe.
Mit manuellen und/oder kognitivo-komportemementalen Techniken löst der Osteopath die verschiedenen Mobilitätseinschränkungen und hilft der gestörten Körperstruktur ihre normale Funktion wiederzufinden.

Durch seine genauen Kenntnisse der Anatomie und Physiologie dringt er dabei von den Symp- tomen zu den Ursachen der Beschwerden vor und ordnet die Störungen und deren Behandlung in die Bewegungszusammenhänge des gesamten Organismus ein.